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Weiterbildung FAQ

Zur besseren Orientierung hat palliative ch die Angebote der Aus- und Weiterbildung in Palliative Care in fünf Niveaus eingeteilt. Die Niveaus A1 bis C bezeichnen Aus- und Weiterbildungen für die folgenden Gruppen:

  • Niveau A1: Personen, die gelegentlich in ihrem Berufsalltag mit chronisch kranken Menschen oder mit akuten Situationen am Lebensende konfrontiert sind. Diese Personen sind entweder in der Grundversorgung oder im Gemeinwesen tätig.

  • Niveau A2: Berufsfachleute im Gesundheitswesen, die gelegentlich palliative Patienten und deren Familien begleiten. Diese Fachleute sind in der Grundversorgung tätig.

  • Niveau B1: Sämtliche Berufsgruppen des Gesundheitswesens, die oft mit palliativen Situationen zu tun haben oder diese zum Arbeitsalltag gehören. Diese Fachleute bieten palliaitve Grundversorgung an.

  • Niveau B2: Berufsfachleute des Gesundheitswesens, deren Berufsalltag vor allem Palliative Care Situationen umfasst (Palliative Care Einrichtungen, Palliative Care Teams spitalintern/-extern) oder als Ressourcepersonen für Fachleute aus anderen Gebieten. Diese Fachleute bieten spezialisierte palliative Versorgung an.

  • Niveau C: Berufsfachleute des Gesundheitswesens, eigentliche Experten, die hochspezialisierte Palliative Care anbieten.

Die Niveaus A1 bis B1 entsprechen meist der allgemeinen und berufsorientierten Weiterbildung, die Niveaus B2 bis C der Hochschulstufe in formaler Bildung.

Formale Bildung führt jeweils zu einem offiziell anerkannten Abschluss. Beispielsweise ein Zertifikat, ein Diplom, ein Fachausweis oder ein anderer Abschluss, der mindestens eidgenössisch anerkannt ist. Zur formalen Bildung gehören auf Tertiärstufe (nach der Berufausbildung oder Maturität) die Bereiche «Höhere Berufsbildung» und «Hochschulstufe».

Zur nicht formalen oder informellen Bildung werden alle übrigen allgemeinen und berufsorientierten Weiterbildungen gezählt, die zu keinen anerkannten Abschlüssen führen. Sie sind je nach Berufskontext aber wichtig und zweckmässig.

Siehe Bildungssystem BBT:
www.sbfi.admin.ch/berufsbildung/01606/index.html?lang=de

Die Lehrgänge der Höheren Fachschulen bauen meist auf einer abgeschlossenen Berufslehre auf. An Höheren Fachschulen vertiefen Berufsleute ihre Allgemeinbildung, frischen ihre Berufskenntnisse auf und qualifizieren sich in Organisation und Führung. Höhere Fachschulen vermitteln theoretische und praktische Kenntnisse für mittlere Kader.
Die Fachhochschulen bieten praxisbezogene Studiengänge auf Hochschulstufe an. Sie richten sich vor allem an Berufsleute, die die Lehre mit der Berufsmatura abgeschlossen haben und die eine hochwertige Spezialistenfunktion oder eine höhere Kaderfunktion anstreben. (Quelle: berufsberatung.sg.ch)

Der Ausbildungs-Master (oder konsekutiver Master) schliesst an den Bachelor an und zielt auf eine Verbreiterung und Vertiefung relevanter Inhalte der Grundausbildung ab. Er ist mit 90 bis 120 ECTS-Punkten dotiert.

Der Bachelor ist ein Erstabschluss auf Hochschulstufe. Zulassungsvoraussetzung ist in der Regel der schweizerische Maturitätsausweis oder ein als gleichwertig angesehenes Abschlusszeugnis. Der Bachelor ist ein erster anerkannter Studienabschluss, der es erlauben soll, in die Arbeitswelt oder in ein Master-Studium zu wechseln. Er ist Voraussetzung zur Aufnahme des Masterstudiums. In der Bachelorstufe müssen die Studierenden Leistungen von 180 ECTS-Punkten (Kreditpunkten) erbringen.

CAS heisst Certificate of Advanced Studies. Ein CAS ist in der Regel ein Modul eines ganzen MAS, dauert bis zu 2 Semester und wird mit 10-15 ECTS-Punkten gewertet. Es schliesst nach bestandener Qualifikation mit einem Zertifikat der Hochschule ab.

DAS heisst Diploma of Advanced Studies. Ein DAS ist der Abschluss eines Diplomkurses. Ein Diplomkurs stellt ein eigenständiges Studienprogramm dar, das 2 bis 4 Semester dauert und mit mindestens 30 ECTS-Punkten gewertet wird. Der Diplomkurs schliesst nach bestandener Qualifikation (inkl. Diplomarbeit, 5 ECTS-Punkte) mit einem Diplom der Hochschule ab. Ein DAS kann sich aus mehreren CAS zusammensetzen.

MAS hiesst Master of Advanced Studies. Ein MAS ist ein Weiterbildungsmaster und richtet sich an Personen, die nach der Ausbildung (mit Bachelor- oder Masterabschluss) schon in der Berufspraxis stehen und sich weiter qualifizieren möchten. Er dauert 4 bis 6 Semester und wird mit einer Masterarbeit abgeschlossen (10 ECTS-Punkte). Der Leistungsnachweis beträgt insgesamt mind. 60 ECTS-Punkte. Oft setzt sich ein Master aus mehreren CAS und/oder DAS zusammen.

Dieser Master (exekutiver Master, auch EMBA bzw. MAS) richtet sich an Personen, die nach der Ausbildung (mit Bachelor- oder Masterabschluss) schon in der Berufspraxis stehen und sich weiter qualifizieren möchten. Dieses Studium unterscheidet sich damit vom Ausbildungs-Master, der an den Bachelor anschliesst. Er ist mit 60 bis 120 ECTS-Punkten dotiert.

Siehe «Was ist ein Weiterbildungs-Master?»

Siehe «Was ist ein Ausbildungsmaster?»

ECTS ist ein europaweit anerkanntes System zur Anrechnung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen. Es ist auf die Studierenden ausgerichtet und basiert auf dem Arbeitspensum, das diese absolvieren müssen, um die Ziele eines Studiengangs zu erreichen. Diese Ziele werden vorzugsweise in Form von Lernergebnissen und zu erwerbenden Fähigkeiten festgelegt. Das Arbeitspensum der Studierenden wird in Kreditpunkten oder Credits ausgedrückt:

  • 1 Kreditpunkt entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von 25 – 30 Stunden
  • 60 Kreditpunkte werden für ein Studienjahr (Vollzeit) vergeben
  • 180 Kreditpunkte sind für den Erwerb des Bachelordiploms und
  • 90 bis 120 Kreditpunkte sind für den Erwerb des Masterdiploms nötig

(Quelle: Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten)

Meist wird unter Ausbildung die Erstausbildung (üblicherweise die berufsbefähigende Ausbildung) verstanden. Weiter- und Fortbildungen werden nach der Ausbildung absolviert. Auch zwischen Weiter- und Fortbildungen wird oftmals unterschieden, doch sind die Definitionen nicht einheitlich, was zu Missverständnissen führt. Deshalb wird auf dieser Plattform von palliative zh+sh nicht zwischen den verschiedenen Begriffen unterschieden. Die Rede ist hier grundsätzlich von Weiterbildung. Dieser Begriff gilt für alle hier erfassten Angebote gleichermassen.

Hochschulabschluss und Berufspraxis sind Grundlagen für den Weiterbildungs-Master. Interessierte können nach einem Äquivalenzverfahren auch ohne diese formalen Voraussetzungen aufgenommen werden. Dies geschieht aufgrund des eingereichten Dossiers («sur dossier»), mit dem die Gleichwertigkeit anderer Aus- und Weiterbildungen sowie der Berufs- und Lebenserfahrung geprüft wird.
(Quelle: Glossar Kalaidos)