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BAG-Broschüre zur Finanzierung von Palliative Care

BAG-Broschüre zur Finanzierung von Palliative Care

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04. Dezember 2013 / Politik
Die Nationale Strategie Palliative Care umzusetzen ist für alle beteiligten Stellen eine grosse Herausforderung. Ideen sind da, Initiativen auch. Es fehlt in erster Linie an Geld. Dies hat auch das EDI, das Eidgenössische Departement des Innern, erkannt. In der Broschüre «Finanzierung der Palliative-Care-Leistungen der Grundversorgung und der spezialisierten Palliative Care (ambulante Pflege und Langzeitpflege)» hat das Bundesamt für Gesundheit BAG zusammen mit den kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) detailliert beschrieben, wie die Situation im Bereich der Finanzierung aussieht. Die Broschüre will offenbar auch Wege aufzeigen, wie mit Problemen der Finanzierung beispielsweise der psychosozialen Unterstützung für die Patienten und ihre Angehörigen, der Umsetzung von besonderen Massnahmen wie Präsenzzeiten, Nachtwachen und Traurerbesuchen sowie der Zurverfügungstellung von Hilfsmitteln umgegangen werden kann.

Beispiele aus verschiedenen Kantonen

Im Mittelpunkt des Dokuments stehen die Schwierigkeiten, die die Leistungserbringer im Zusammenhang mit der Finanzierungsfrage erleben. «Obwohl in der OKP (Obligatorische Krankenpflegeversicherung) eine Anpassung auf Verordnungsebene erfolgt ist, bestehen aus Sicht der Leistungserbringer weiterhin gewisse Schwierigkeiten, die direkt oder indirekt mit der Finanzierung zusammenhängen», heisst es in der Broschüre. Und: «Der gerechte und schnelle Zugang ist im Moment noch nicht in der ganzen Schweiz für alle Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten und ihre Angehörigen gewährleistet, obwohl in den Kantonen und Gemeinden schon verschiedene Lösungen umgesetzt wurden.»

Der erste Teil der Broschüre beschäftigt sich mit dem gesetzlichen Rahmen bezüglich Pflegeleistungen. Im zweiten Teil werden Finanzierungsschwierigkeiten im ambulanten Bereich und in der Langzeitpflege beleuchtet, welche wesentlich zu den Umsetzungsschwierigkeiten eines umfassenden Palliative-Care-Angebots beitragen. Aufgeführt werden hier zahlreiche Faktoren, die für eine palliative Versorgung wichtig wären, sowie Beispiele aus kantonalen Modellen, wie mit den Herausforderungen umgegangen wird.

Empfehlungen

Am Ende formuliert das Autorenteam folgende Empfehlungen für die Umsetzung der Nationalen Strategie Palliative Care:

  • Kompetenzen der Gesundheitsfachpersonen stärken
  • Vernetzung fördern, um für die gesamte Bevölkerung einen gerechten Zugang zu einer schnellen und patientengerechten Versorgung zu ermöglichen
  • Zugang zu den qualitativ und quantitativ nötigen professionellen Ressourcen im Langzeitpflegebereich fördern
  • Zugang zu quantitativ und qualitativ geeigneten Fachpersonen im ambulanten Bereich fördern
  • Regionale, kantonale und interkantonale Synergien für den Ausbau des Palliative-Care-Angebots nutzen
BAG