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Dank Checklisten migrationsspezifische Bedürfnisse erfahren

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Zwei neue Checklisten sollen den Fachpersonen helfen, migrationssensitive Palliative Care zu leisten. (Bild: Migrationssensitive Checkliste in der Palliative Care, BAG)

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30. März 2016 / Wissen
Zwei neue Checklisten sollen Fachpersonen dabei helfen, migrationsspezifische Aspekte bei der Behandlung und Betreuung von Betroffenen in palliativen Situationen zu erfragen. Sie wurden vom Bundesamt für Gesundheit BAG herausgegeben.

Die neuen Checklisten zum Thema migrationssensitive Palliative Care sollen als Praxisinstrument dienen, wie das BAG in einer Mitteilung schreibt. Eine Checkliste richtet sich an Patientinnen und Patienten in palliativen Situationen, eine zweite an ihre Angehörigen. Beide beinhalten Fragen, die dabei helfen sollen, «die individuelle Situation und die daraus entstehenden Bedürfnisse der Patientinnen, Patienten und ihren Angehörigen im Migrationskontext» zu erfahren. Die Fragen ergänzen laut dem BAG bestehende Assessment-Instrumente um migrationsspezifische Bereiche. Sie richten sich «explizit nicht nach bestimmten nationalen, ethnischen oder religiösen Zugehörigkeiten».

Die Fragen sprechen vier verschiedene Bereiche an: «Symptome und Beschwerden», «Entscheidungsfindung», «Netzwerkorganisation» und «Support der Angehörigen». Beim Thema Symptommanagement ist es beispielweise relevant, spezifische Pflegewünsche und -praktiken sowie die religiösen und spirituellen Bedürfnisse der kranken Person und ihrer Angehörigen konkret zu erheben. Die Checklisten führen entsprechende Fragen auf, die die subjektiven Bedürfnisse von Betroffenen zu erheben helfen sollen.

Die Checklisten stützen sich auf die Ergebnisse der Studie «Migrationssensitive Palliative Care - Bedarf und Bedürfnisse der Migrationsbevölkerung in der Schweiz» von Corina Salis Gross et al., 2014.
BAG