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Eine weitere Studie zeigt den Spareffekt von Palliative Care

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14. Januar 2016 / Wissen
Eine aktuelle Studie aus New York zeigt nicht nur, wie Palliative Care die Lebensqualität von Krebspatient_innen steigern kann, sondern auch dass sie Kosten spart.

Dass Palliative Care nicht nur die Lebensqualität von schwerstkranken Menschen am Ende ihres Lebens sicherstellt, sondern auch hilft, Kosten aus wenig wirksamen, aber teuren Behandlungen zu sparen, wurde in der Fachliteratur schon oft diskutiert.

Eine soeben publizierte Studie hat nun zum ersten Mal untersucht, wie es um die wirtschaftlichen Spareffekte bei unheilbar kranken Krebs-Patient_innen bestellt ist, bei denen zusätzlich Begleiterkrankungen (Komborbiditäten) diagonstiziert sind. Die in der Januar-Ausgabe des Journals «Health Affairs» publizierten Ergebnisse (siehe Link in der Seitenleiste) weisen in diesem Fall deutlich sinkende Kosten nach: Sie lagen um fast ein Drittel tiefer als bei Krebs-Patient_innen mit Komorbiditäten, die nicht palliativ behandelt wurden.

«Wir wissen nun, dass frühzeitige Palliative Care die Lebensqualität von Krebs-Patient_innen mit weiteren schweren Erkrankungen erhöht und Kosten senkt», sagt Dr. R. Sean Morrison, Leiter der Studie und Professor für Palliativmedizin an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York City. Doch es gehe nicht nur um die Kosten allein, so der Autor. «Aggressive Behandlungen entsprechen auch in diesen Fällen oft gar nicht den Wünschen der Betroffenen, sondern senken im Vergleich mit palliativ behandelten Patient_innen auch deutlich deren Lebensqualität.»
Health Affairs