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Palliative Care: Mehr als Sterbebegleitung

In der Schweiz setzt sich palliative ch seit 32 Jahren als Verband dafür ein, dass Palliative Care für alle zugänglich ist. (Bilder: palliative ch)

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10. Oktober 2020 / Vermischtes
Tod, Sterben und Trauer sind noch immer gesellschaftlich tabuisierte Themen. Mit dem Welt Hospiz- und Palliative Care-Tag soll der Forderung nach einer qualitativ hochwertigen Behandlung und Begleitung von unheilbar kranken Menschen und ihren Angehörigen Nachdruck verleihen. Auch in der Schweiz finden vielfältige Aktionen und Anlässe statt, um vermehrt auf die Thematik aufmerksam zu machen.
Palliative Care kümmert sich nicht ausschliesslich ums Sterben und den Tod, sondern steht für ein gut gelebtes Leben mit Lebensqualität und Lebensfreude bis zum Ende. Die Betreuung und Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten und ihren Angehörigen ist dabei das oberste Ziel. Im Fokus stehen alle Fragen und Probleme physischer, psychosozialer und spiritueller Natur. Es ist nötig, die Möglichkeiten der Palliative Care vorausschauend und frühzeitig miteinzubeziehen. Gleichzeitig liegt der Schwerpunkt in der Zeit, in der die Kuration der Krankheit als nicht mehr möglich erachtet wird und in der diese kein primäres Ziel mehr darstellt.

palliative ch – Engagement in der Schweiz
Der Welt Hospiz- und Palliative Care-Tag wurde 2005 erstmals durch die Worldwide Hospice Palliative Care Alliance (WHPCA) initiiert. Nationale Hospiz- und Palliativ-Organisationen veranstalten mit Unterstützung durch die Weltgesundheitsorganisation WHO dazu Aktionen.
In der Schweiz setzt sich palliative ch seit 32 Jahren als Verband dafür ein, dass Palliative Care für alle zugänglich ist. Die Non-Profit-Organisation bietet Beratungen an, damit für Betroffene und ihre Angehörigen Lösungen gefunden werden, die ihren Bedürfnissen und Anforderungen gerecht werden. Ausserdem setzt sich palliative ch dafür ein, dass diese Thematik in der breiten Öffentlichkeit verankert ist und gesellschaftspolitisch an Bedeutung gewinnt. Dafür engagiert sich der Verband auf politischer Ebene, damit Lücken in der Versorgung und in der Finanzierung von Palliative Care geschlossen werden können. Zudem sichert und fördert palliative ch die Qualität der palliativen Medizin, Pflege und Begleitung auf professioneller Ebene. Die rund 3'100 Mitglieder setzen sich zusammen aus allen Berufsgruppen, die am Krankenbett tätig sind: Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen, Seelsorger und Seelsorgerinnen, weitere Berufsgruppen sowie Freiwillige.

Schweizweite Aktionen geplant
In den 14 Sektionen von palliative ch finden Betroffene, Angehörige, Professionelle, Freiwillige und Institutionen ein niederschwelliges Beratungsangebot sowie Vernetzung auf regionaler Ebene. Anlässlich des Welt Hospiz- und Palliative Care-Tages am 10. Oktober finden verschiedene Aktionen und Veranstaltungen in der ganzen Schweiz statt, die auf das Thema aufmerksam machen: Filmvorführungen wie «Die letzte Reise», Podiumsdiskussionen oder Impulsreferate. Mehr Informationen zum Programm unter www.palliative.ch.
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