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Welt Palliative Care Tag 2015

Übers Sterben reden
Eindrücke aus Winterthur (Haus zur Liebestrasse)

(Bilder: Sabine Rock)
Medienschau
Die «Gespräche übers Sterben» in Radio, TV und der Presse, nach Erscheinungsdatum:
Experiment gelungen
Gestern sprachen über 200 Menschen, die sich zum Teil wildfremd waren, übers Sterben und ihre Wünsche für die letzte Lebensphase; in gemütlicher Atmosphäre, bei Kuchen und Kaffee, an sieben Orten in den Kantonen Zürich und Schaffhausen. Es wurde dabei sogar gelacht. Das Experiment von palliative zh+sh – der Organisation die Fachpersonen in der Palliative Care vernetzt – ist gelungen!

Zahlenmässig war vor allem der Anlass in Schaffhausen ein Grosserfolg. 120 Personen strömten gestern Nachmittag ins Schönbühl, um Fragen rund ums Sterben zu diskutieren. «Wir waren total überrascht», sagt Initiantin Esther Baier. «Wir hätten mit weniger gerechnet.» Das Publikum sei vom Alter her gemischt gewesen, die Gespräche angeregt. Diese hätten sich in erster Linie ums Leben gedreht, etwa darum, was Lebensqualität bedeute und worauf man nicht verzichten wolle. Mit der Veranstaltung ist die Schaffhauser Regionalgruppe von palliative zh+sh zum ersten Mal ins Licht der Öffentlichkeit getreten. «Der Publikumsaufmarsch hat gezeigt, dass Palliative-Care-Angebote auch in unserem Kanton einem grossen Bedürfnis entsprechen», sagt Mitgründerin Baier.

In Winterthur, Wetzikon, Dietikon und Zürich-Wipkingen waren die Anlässe gut bis sehr gut besucht. Zudem nahmen sich vor allem regionale Medien des Themas Palliative Care an. Das Ziel der Initiantinnen des diesjährigen Aktionstages am 10. Oktober war gewesen, in der breiten Bevölkerung Sterben zu enttabuisieren. «Wir haben das wichtige Thema unter die Leute gebracht. Es wird nachwirken, auch in den Köpfen und Herzen derjenigen, die nicht selbst dabei waren», sagt Monika Obrist, Co-Präsidentin von palliative zh+sh. Sie hätten einen ersten Schritt getan und blieben nun dran. Die extra entwickelten Gesprächsleitfäden «Wünsche in Worte kleiden – den letzten Lebensabschnitt besprechen» liegen zum Beispiel künftig in Palliativstationen, Arztpraxen, Spitexdiensten oder Beratungsstellen auf. Obrist: «Die Gespräche über Lebensqualität, übers Lebensende und Palliative Care müssen nun an Küchentischen, in Bars und Konferenzzimmern weitergehen.»

Eindrücke aus Schaffhausen (Kompetenzzentrum für Lebensqualität)

Eindrücke aus Zürich-Wipkingen (Sphères)

(Bilder: Sabine Rock)