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Kinderhospiz in Fällanden geplant

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Die Lage und das Angebot des Kinderhospiz Flamingo sind einzigartig, sind sich die Initianten überzeugt. (Bild: pd)

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Seit mehr als 10 Jahren setzt sich die Stiftung Kinderhospiz Schweiz für lebenslimitierend erkrankte Kinder- und Jugendliche in der Schweiz ein. Die Stiftung ist gemeinnützig, politisch und konfessionell neutral und steht unter Eidgenössischer Stiftungsaufsicht. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Zürich wird durch ein interdisziplinäres Gremium von ehrenamtlich tätigen Stiftungsräten geführt.
Die Stiftung bietet seit 2014 betroffenen Familien Ferienwochen in Davos an. So konnten bisher mehr als 77 Familien aus der Schweiz eine von der Stiftung organisierte Woche in den Bündner Bergen geniessen. Eine dringend notwendige Entlastung die auf Grund des hohen Organisations-, Pflege- und Kostenaufwandes aus eigener Kraft oftmals nicht realisiert werden kann.

Mehr Informationen unter kinderhospiz-schweiz.ch/.Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster

Spendenkonto: IBAN: CH90 0900 0000 8535 8174 5, PostFinance AG, 3003 Bern

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26. Mai 2021 / Region
Die Stiftung Kinderhospiz Schweiz plant ihren ersten Standort in Fällanden in der Nähe des Greifensees. Ab 2024 sollen bis zu zehn Kinder und Jugendliche mit lebensbegrenzenden Krankheiten ein Zuhause auf Zeit erhalten. Das Projekt «Flamingo» ist als Neubau geplant. Das Land gehört der katholischen Kirchgemeinde.
Im Schatten alter Obstbäume, mit Blick auf den nahen Greifensee und das Alpenpanorama, plant die Stiftung Kinderhospiz Schweiz ihren ersten Standort in Fällanden. Es soll ein besonderer Ort für bis zu 10 Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden Krankheiten sein. Eine Oase der Entlastung für betroffene Familien, wo Lachen und Weinen gleichermassen Platz finden. Noch existiert schweizweit kein solch stationäres Haus. In anderen europäischen Ländern wie beispielsweise in England und Deutschland sind Kinderhospize längst Teil des Gesundheitswesens und werden entsprechend unterstützt.

Kinderhospiz Flamingo am Greifensee
Das Projekt der Stiftung Kinderhospiz Schweiz mit dem Namen «Flamingo» ist als Neubau geplant, gleich neben der katholischen Kirche St. Katharina, in Fällanden. Landeigentümerin ist die römisch-katholische Kirchgemeinde Dübendorf, zu welcher auch die Fällander Katholiken gehören. Derzeit laufen die Vorbereitungen zur Übernahme des Grundstücks im Baurecht. Danach wird die Baueingabe vorangetrieben. Markus Zeier, Präsident der besagten Kirchgemeinde, äussert sich begeistert: «Wir freuen uns darauf, mit der Abgabe dieses wunderschönen Grundstücks gleich neben unserer Kirche eine notwendige und lückenfüllende Einrichtung zu unterstützen.» Im besten Fall wird das Kinderhospiz Flamingo bereits in der ersten Jahreshälfte 2024 seinen Betrieb aufnehmen. Juerg Herren, Präsident der Stiftung, ist zuversichtlich: «Wir haben in den letzten Jahren intensiv daran gearbeitet, um das Kinderhospiz Flamingo und sein einzigartiges Unterstützungsangebot realisieren zu können. Mit Fällanden haben wir einen idealen Standort gefunden. Wir hoffen, dass betroffene Familien hier schon bald eine willkommene Auszeit von ihrem schwierigen Alltag nehmen können.»

Oase der Erholung
Anders als ein Hospiz für Erwachsene ist ein Kinderhospiz nicht primär ein Ort der letzten Lebensphase. Wie die Erfahrungen der Einrichtungen in den Nachbarländern zeigen und es das Konzept vorsieht, wird die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen gemeinsam mit ihren Familien hier für einige Wochen neue Kräfte vom anstrengenden Alltag sammeln können. Damit bietet das Kinderhospiz Flamingo an erster Stelle Rückzug und Erholung für die ganze Familie. Tobias Diener, Gemeindepräsident von Fällanden, äussert sich positiv über den künftigen Standort: «Wir sind stolz darauf, in Fällanden eine solch wichtige Einrichtung für schwerstbetroffene Familien zu erhalten. Die Lage und das Angebot des Kinderhospiz Flamingo sind einzigartig».

Ein Zuhause auf Zeit
Das «Flamingo» wird zu einem temporären Zuhause für betroffene Familien aus der Schweiz und Liechtenstein. Eine willkommene Auszeit, denn der Alltag solcher Familien ist herausfordernd. Die Eltern sind erschöpft von der Pflege, gefordert von Diskussionen mit Behörden und getrieben von der Sorge um ihre Kinder, die unheilbar Kranken und die Gesunden, die so oft im Schatten stehen. Hier erfahren sie Entlastung und können sich mit anderen Familien austauschen.

Raum für Trauer
Betroffene können über Jahre immer wieder im Kinderhospiz Flamingo aufgenommen werden. Ziel ist das Begleiten ganzer Lebenswege mit Entlastung bei der Pflege und Beratung für den Alltag. Dazu kann auch das Abschiednehmen gehören. Sollte das Unvermeidliche eintreten, wird es hier in würdiger und bekannter Umgebung erfolgen, sodass die Familie den Aufenthalt in guter Erinnerung behalten kann. Die Trauerbegleitung besteht auch über den Tod hinaus.

Ein spendenfinanziertes Projekt
Finanziell haben Hospize in der Schweiz einen schweren Stand. So sind auch Kinderhospize derzeit nicht in den Gesetzen vorgesehen. Es gibt noch keine tarifliche Anerkennung zur Abrechnung von Leistungen in solchen Einrichtungen. Deshalb steht die Stiftung Kinderhospiz Schweiz im Kontakt mit den zuständigen Stellen, um den bestmöglichen Weg zur Bewilligung zu bahnen. Der Bedarf ist nachgewiesen und die Nachfrage der Betroffenen ist gross. Die Finanzierung des Gesamtprojekts erfolgt daher in der Realisierungsphase ausschliesslich über Spenden von Stiftungen und Gönnern.
Pressemitteilung Stiftung Kinderhospiz Schweiz