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Studie bestätigt: Yoga nützt Krebspatient_innen in allen Erkrankungsphasen

Studie bestätigt: Yoga nützt Krebspatient_innen in allen Erkrankungsphasen

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04. März 2016 / Wissen
Eine neue Studie des Universitätsklinikums Würzburg belegt die positiven Effekte von medizinischem Yoga für Krebspatient_innen: Es mindert Symptome wie Fatique, Stress und Angst.

Achtsamkeitsbasiertes, medizinisches Yoga mindert bei Krebskranken nachweislich Fatique, Stress und Angst. Das gilt für alle Stufen der Erkrankung, also während der Primärbehandlung genauso, wie bei Rezidiven und in der palliativen Phase. Und die positive Wirkung setzt schnell ein: Schon nach acht Yoga-Einheiten sind beispielsweise bei Angstsymptomen signifikante Verbesserungen zu erkennen.

Das sind erste zentrale Ergebnisse einer randomisiert kontrollierten Studie, die unter Leitung von Dr. Elisabeth Jentschke, Psychoonkologin im Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin des Uniklinikums Würzburg, derzeit durchgeführt wird. Die Erhebung startete im August 2014 und endete im Juli 2015 nach der Rekrutierung von 70 Tumorpatient_innen des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken. Mit Fragebögen wurden zu Therapiebeginn, am Therapieende und sechs Monate danach die Intensität der Symptome und das Befinden ermittelt.

Die Ergebnisse der Nachbefragungen werden derzeit noch ausgewertet. «Aber schon jetzt sind Langzeiteffekte erkennbar. In der ersten Nachbefragung waren die Mittelwerte für Angst in der Yoga-Therapiegruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant geringer», sagt Jentschke in einer Pressemitteilung zur Studie.

Das medizinische Yoga kombiniert Entspannungsverfahren mit körperlicher Aktivität. «Dabei werden die individuellen Gegebenheiten der Betroffenen beachtet und durch Achtsamkeit eine Überforderung vermieden. Deshalb konnten auch sehr geschwächte und fortgeschritten erkrankte Krebspatienten an der Studie teilnehmen», erläutert die Psychoonkologin.