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Fünf Fragen an Helen Trautvetter

Fünf Fragen an Helen Trautvetter

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Präsenz und Offenheit in der Begegnung mit den Patient*innen und ihren Angehörigen sind Helen Trautvetter in der täglichen Arbeit wichtig. (Bild: zvg)

Portrait

Steckbrief Helen Trautvett

Name: Helen Trautvetter
Alter: 51
Beruf/Funktion: Spitalpfarrerin, Beauftragte für Palliative Care der evang.-ref. Landeskirche des Kanton Zürich
Arbeitsort (Institution): Zürcher Lighthouse und Evang.-ref. Landeskirche des Kanton Zürich

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04. November 2020 / Vermischtes
Damit Betroffene palliativ betreut und begleitet werden können, braucht es den Einsatz von Fachpersonen und Freiwilligen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Pallnetz.ch interviewt regelmässig Menschen aus der Region, die in Palliative Care tätig sind und stellt allen dieselben fünf Fragen. Diesmal unserem neuen Vorstandsmitglied Helen Trautvetter.
1) Weshalb arbeiten Sie in der Palliative Care?
Palliative Care stellt den kranken Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Ich bin nach wie vor sehr begeistert von diesem Ansatz und der interprofessionellen Umsetzung in der täglichen Arbeit im Zürcher Lighthouse oder bei Hausbesuchen.

2) Was ist Ihnen bei der täglichen Arbeit am Wichtigsten?
Meine Präsenz und Offenheit in der Begegnung mit den Patient*innen und ihren Angehörigen. Die vernetzte Zusammenarbeit mit Blick auf die Bedürfnisse des/der Patient*in. Und nicht zuletzt der Humor im Umgang miteinander!

3) Was tun Sie konkret, um dies zu erreichen?
Ich stelle mir während des Arbeitstages immer wieder zwei Fragen: Was muss ich von wem wissen, um jemanden seelsorglich unterstützen zu können? Was brauche ich, um präsent und offen in eine nächste Begegnung zu gehen?

4) Welche Geschichte ist Ihnen in besonderer Erinnerung?
Wir hatten einen Bewohner, der Mitglied eines Fussball-Fanclubs war. Eines Nachmittags sangen Dutzende von Mitgliedern des Fanclubs auf der Strasse vor dem Lighthouse für ihren kranken Freund. Die harten Jungs und Mädels waren tagsüber und auch viele Nächte an der Seite ihres Freundes und begleiteten ihn bis zu seinem Tod.


5) Was muss sich in unserer Branche ändern?
Die ganzheitliche palliative Begleitung muss für alle betroffenen Menschen und ihre Angehörigen zugänglich und finanzierbar sein – sei es in Institutionen oder sei es zuhause.
palliative zh+sh, Gabriela Meissner